Keine Libra, sondern neue Technologie.

Larry Fink: „Wir brauchen keine Libra, wir brauchen neue Technologien.“

Der Generaldirektor des größten Anbieters von Devisenfonds BlackRock ist der Ansicht, dass das von Facebook entwickelte Libra-Projekt keine vollständige Kryptowährung ist.

In einem Interview mit CNBC Channel äußerte Larry Fink die Ansicht, dass es notwendig sei, den Austausch von Fremdwährungen bei internationalen Transaktionen zu demokratisieren und die Gebühren für solche Transaktionen zu senken.

Er stellte fest, dass bedeutende Provisionen für internationale Transfers die Menschen zwingen, sich an Kryptowährungen zu wenden. Laut Fink ist es jedoch nicht notwendig, eine neue Kryptowährung zu schaffen, um internationale Transfers leichter zugänglich zu machen – es genügt, bestehende Technologien zu verbessern.

„Ich glaube, dass es bei Libra nicht darum geht, eine neue Währung zu schaffen, sondern um eine Technologie, die jede Sekunde verschiedene Währungen vergleicht. Und das muss getan werden. Sie brauchen das Libra-Projekt nicht – Sie haben bereits Computer, die die Kurse von Dollar und Euro vergleichen können“, sagte Fink.

Er betonte auch, dass es nicht notwendig ist, eine internationale Währung zu schaffen – es ist nur notwendig, die bestehenden Technologien zu optimieren, so dass internationale Transfers in Sekundenschnelle stattfinden, und die Gebühren für solche Transaktionen waren niedrig.

Zuvor warnte die G7-Arbeitsgruppe davor, dass Libra und andere Kryptowährungen von Unternehmen eine Bedrohung für die globale Finanzstabilität darstellen.